Jakob Lorber die natürliche Sonne

27. Kapitel – Wohnhäuser und Gemeinschaftssiedlungen auf dem ersten Nebengürtelpaar.

[NS.01_027,01] Was die einzelnen Wohnungen betrifft, so sehen diese im großen Maßstabe genommen fast gerade so aus, wie in euren Gärten auf der Erde die runden Gartensalons; nur haben sie im Verhältnis viel höhere und spitzere Dächer. Diese Wohnhäuser aber sind nicht so offen wie die Wohnhäuser des mittleren Gürtels, sondern sind ringsumher mit festen Wänden geschlossen, durch welche, da sie von einer grün gefärbten, durchsichtigen Masse angefertigt sind, ein hinreichendes Licht in das Innere des Wohnhauses fällt.
[NS.01_027,02] Wie sieht denn das Innere des Hauses aus, und wie groß ist der inwendige Raum? – Was den innern Raum betrifft, so wäre dieser groß genug, um ein ziemlich großes Gebäude eurer Erde ganz bequem hineinstellen zu können. Aber höher ist ein solches Wohnhaus selten, als ungefähr ein mittelmäßig hoher Turm bei euch, – das heißt bloß die Wände betrachtet; das Dach hat wohl manchmal die dreifache Höhe der Wände.
[NS.01_027,03] Gegen die östliche Seite ist eine Tür angebracht (welche auf- und zuzumachen ist), ungefähr von der Größe wie bei euch ein großes Stadttor. Die Tür aber geht nicht sogleich von ebener Erde in das Haus, sondern vor der Tür sind allzeit bei zehn hohe Staffeln angebracht, welche man übersteigen muß, bevor man zur Tür gelangt.
[NS.01_027,04] Vor der Tür selbst befindet sich allzeit noch eine Art Altan, auf welchem man dann noch einige Schritte ebenaus zu machen hat, bis man zur Tür gelangt. Die Stiege und der Altan aber sind ebenfalls bedacht, welche Dachung von ziemlich massiven, viereckigen Säulen getragen wird.
[NS.01_027,05] Wenn man durch die Tür gelangt, so muß man dann ebenfalls eine kleine Treppe abwärts steigen, um auf den eigentlichen Boden des Wohnhauses zu gelangen; aber auch innerhalb der Tür fängt nicht sogleich die Treppe an, sondern es führt von der Tür weg auch eine Art inwendiger Altan bis zur Treppe hin, welche zu beiden Seiten mit einem Geländer aus niedlich gearbeiteten, mehreckigen Säulen versehen ist.
[NS.01_027,06] Von diesem inwendigen Altane aber führt dann in gerader Richtung ein ziemlich geräumiger Gang um die ganze Wand des Wohnhauses, welcher Gang vom Boden des Hauses mit ziemlich starken, sechseckigen, weißen Säulen unterstützt wird. Der Gang selbst ist ebenfalls mit einem einfachen Geländer versehen; einfach heißt dort soviel, als wenn bei euch eine Sache zwar geschmackvoll aber dennoch ohne mit irgend erhabenen oder eingedrückten Zieraten versehen zu sein gearbeitet ist.
[NS.01_027,07] Nach diesem Gange folgen dann mehrere Rundreihen von Säulen, welche vom Boden angefangen bis unter die Tragbalken der Dachung reichen und diese tragen. Die Säulen sind verhältnismäßig massiv und stark, so daß eine Säule, im Durchschnitt genommen, einen Umfang von nicht selten drei bis vier Klafter hat.
[NS.01_027,08] Um jede Säule sind am Boden des Hauses recht bequeme und weich gepolsterte Rundbänke angebracht.
[NS.01_027,09] Um die große Mittelsäule aber führt ebenfalls eine Wendeltreppe bis auf den Dachboden hinauf und über demselben durch ein Dachtor auf die sogenannte Dachgalerie, welche dort das „Observatorium“ heißt (dem Zweck, nicht aber dem Wort nach genommen). Diese Galerie ist ebenfalls mit einem einfachen aber geschmackvollen Kleinsäulengeländer umfangen. Manchmal ist diese Galerie selbst noch mit einer Dachung versehen; auf den Hochflachländern aber ist dieses Observatorium gewöhnlich ohne Dachung. Der Grund liegt darin, weil es auf diesen Hochländern auch in der Sonne bei weitem kühler ist, als in den tiefer gelegenen.
[NS.01_027,10] Im Inwendigen des Hauses sind um die Rundsäulenbänke auch stets mehrere Tische angebracht. Die Tische aber sehen aus wie eine flache Schüssel und sind gewöhnlich je vier und vier um eine Säule und ruhen auf drei säulenartigen Füßen.
[NS.01_027,11] Unter dem Gang aber sind um die ganze Wandrundung herum recht geräumige Bänke in der Art eurer Sofas angebracht, auf welchen die Bewohner nach einer Arbeit auszuruhen pflegen. Auf den Tischen aber verzehren sie ihre Mahlzeit.
[NS.01_027,12] Aus den vielen Tischen könnt ihr auch sogleich darauf schließen, daß die Familie eines solchen Hauses ziemlich zahlreich ist. Hundert Menschen bewohnen im Durchschnitt fast allzeit ein solches Haus.
[NS.01_027,13] Im Hintergrunde eines solchen Hauses befindet sich ein prachtvoller Kasten, welcher mit ebensoviel Schubladen versehen ist, als in einem Hause Menschen wohnen. Eine jede Lade hat dasselbe Zeichen, welches das Namenszeichen eines jeden Menschen ist. Und somit hat dann ein jeder Mensch in seiner eigenen Lade dasjenige aufbewahrt, was er für seine Person in leiblicher und geistiger Hinsicht nötig hat.
[NS.01_027,14] Die leiblichen Notwendigkeiten sind das bißchen Gewand und sonstige notwendige Handwerkszeuge.
[NS.01_027,15] Fürs geistige Bedürfnis gibt es dort eine Art Bilderbücher, durch welche Bilder die Menschen alle gemachten Erfahrungen und Anschauungen aufzeichnen. – Wenn ein Mensch eine gewisse Anzahl solcher Bücher von Erfahrungen und Anschauungen gesammelt hat, so übergibt er sie einem Kollegium, unter welchem er allenfalls steht. Dort werden alle diese Erfahrungen und Anschauungen fein durchgeprüft; das Brauchbare wird dann in ein allgemeines Protokollbuch eingetragen, das Unbrauchbare und Kleinliche aber gewöhnlich durchgestrichen.
[NS.01_027,16] Sodann bekommt der Überbringer seine Bücher wieder gewisserart korrigiert zurück und schreibt oder zeichnet sich das Gebilligte in ein neues Buch, welches dann ein Hauptbuch eines Hauses ist. Die Tagebücher aber werden dann gewöhnlich vernichtet.
[NS.01_027,17] Hier muß das weibliche Volk ebendasselbe tun, was das männliche tut, und muß ebenfalls seine Erfahrungen und Anschauungen sorgfältig aufzeichnen und sodann auch gleich den Männern ein Hauptbuch führen.
[NS.01_027,18] Der Stammvater eines Hauses aber hat dann noch für sich ein Generalbuch, in welchem wieder alle Familienhauptbücher, sowohl des männlichen als auch des weiblichen Geschlechtes, jedoch bei weitem stärker abgekürzt, zusammengetragen sind. Für dieses Generalbuch hat er im Hintergrunde des Rundganges einen ziemlich großen Kasten angebracht, in welchen aber niemand schauen darf, außer allein der Stammvater, welcher zu gewissen Zeiten aus diesem Generalbuch Musterungen über alle anderen Hauptbücher hält.
[NS.01_027,19] Das ist sonach die Gestalt und die ganze Einrichtung eines Wohnhauses im nördlichen Gürtel.
[NS.01_027,20] Im südlichen Gürtel sehen die Häuser nahe geradeso aus; nur sind die Dächer nicht gespitzt, sondern abgerundet. So sind auch die Säulen nicht eckig, sondern rund. Das wäre sonach der ganze Unterschied.
[NS.01_027,21] Daß die Häuser des südlichen Gürtels etwas größer sind als die des nördlichen, könnt ihr daraus entnehmen, weil auch die Menschen des südlichen Gürtels, wie es schon erwähnt wurde, etwas größer sind als die des nördlichen.
[NS.01_027,22] Solches könnt ihr euch für beide Gürtel noch hinzumerken, daß die Bewohner dieser Gürtel ihre Häuser auch soviel wie möglich auf den erhabensten Punkten aufbauen. Wißt ihr solches, so sind wir mit den Häusern auch fertig und wollen uns daher sogleich zu den Kollegien wenden.
[NS.01_027,23] Was die Kollegien betrifft, so bestehen diese nicht etwa aus einem Gebäude, sondern je nachdem es der Flächenraum gestattet, manchmal aus hundert, manchmal auch aus tausend Gebäuden. Aber nicht alle Gebäude sind von gleicher Größe, sondern ihre Größe wie ihre Form bestimmen ihre Zweckmäßigkeit.
[NS.01_027,24] In der Mitte eines solchen Kollegiums aber ist allzeit das Hauptgebäude aufgeführt. Dieses Gebäude ist zugleich auch das größte und höchste unter allen anderen Gebäuden eines solchen Kollegiums.
[NS.01_027,25] Ein solches Hauptgebäude bildet immer ein langes Viereck; an jeder Ecke ist ein sehr hoher Turm erbaut, welcher zuoberst gewöhnlich ohne Dachung ist, damit vom selben aus nach allen Seiten hin Beobachtungen gemacht werden können. Das Gebäude selbst hat der Länge nach einen Durchmesser von nicht selten tausend Klafter eures Maßes; der Breite nach aber hat es höchstens nur fünfzig. Die Höhe eines solchen Hauptgebäudes beträgt manchmal bei hundertundfünfzig Klafter. – Das Dach des Gebäudes aber ist wenigstens noch um die Hälfte höher, und die Farbe desselben dunkelrosenrot, während die Wände des Gebäudes lichtviolett aussehen; die Wände der Türme aber sind lichtgrün.
[NS.01_027,26] Die Wände dieses Gebäudes sind nicht also geschlossen wie die der Häuser, sondern sind auf jeder Seite mit mehr denn fünfzig Klafter langen und bei zwei Klafter breiten Fenstern versehen, welche in verhältnismäßigen Entfernungen voneinander abstehen. Daher sind auch die Wände eines solchen Hauptgebäudes nicht durchsichtig, weil das Licht durch die Fenster in das Gebäude fällt. Die Fenster selbst aber sind nicht etwa offen, sondern sind ungefähr also wie bei euch die gotischen Fenster, mit einer Art elastischem, aber überaus wohldurchsichtigem und aus allerlei Farben zusammengesetztem Glase von der äußeren Luft abgesperrt.
[NS.01_027,27] Das Äußere eines solchen Hauptgebäudes bietet zwar einen imposanten Anblick durch seine kolossale Größe, ist aber dennoch im übrigen ganz prunklos.
[NS.01_027,28] Aber desto herrlicher sieht es innen aus; nur müßt ihr euch nicht die unbeschreiblich große Herrlichkeit eines Tempels etwa der ersten oder zweiten Art im Hauptgürtel vorstellen, sondern ihr müßt die Herrlichkeit an und für sich betrachten. Denn wenn ein Licht auch nicht die Stärke des Sonnenlichtes hat, so kann es aber an und für sich doch schön sein, wenn es nur ein gleichmäßiges und ruhiges Licht ist. – Also verhält es sich auch mit der innern Pracht eines solchen Kollegialhauptgebäudes.
[NS.01_027,29] Der Eingang in dieses Gebäude ist ebenfalls nicht sogleich zu ebener Erde angebracht, sondern in der Mitte einer engen Seite dieses Gebäudes ist ebenfalls ein großartiger Altan angebracht, auf welchen man über mehrere Stufen gelangt. Der Altan selbst ist ein ziemlich geräumiger, viereckiger Platz, mit einer Dachung versehen, welche auf mehreren viereckigen, weißen Säulen ruht. Über diesen Altan gelangt man erst zu einem zwanzig Klafter hohen Eingangstor (welches ebenfalls auf- und zugemacht werden kann). Innerhalb des Gebäudes führt dieser Altan (welcher innerhalb des Gebäudes breiter ist als außerhalb) bei zwanzig Klafter vorwärts ebenaus; sodann erst führen zwei Reihen Stufen hinab in das eigentliche Gebäude selbst.
[NS.01_027,30] In der Mitte der beiden Stufen(-reihen) aber verlängert sich der Altan in seiner Drittelbreite bis zum andern Ende des Gebäudes und bildet so einen Mittelgang. Links und rechts aber gehen dann ebenfalls in gleicher Höhe zwei breite Gänge und verbinden sich sowohl in der Mitte des Gebäudes wie am Ende desselben mit dem Mittelgange. Diese Gänge sind ungefähr zehn Klafter hoch über dem gewöhnlichen Boden und ruhen auf lauter viereckigen Säulen, welche in Entfernungen von fünf Klaftern voneinander abstehen. – Daß sowohl der Mittelgang als die beiden Seitengänge mit sehr geschmackvollen Geländern versehen sind, braucht kaum mehr erwähnt zu werden. Die Geländer werden von kleinen, lichtgrünen, halbdurchsichtigen, achteckigen Säulchen getragen.
[NS.01_027,31] Der Boden des Altans wie der Gänge selbst ist also verfertigt wie ein Mosaik und bietet die mannigfaltigsten Gestaltungen dar und ist dabei so fein poliert wie ein Spiegel bei euch. – Also poliert ist auch alles andere eines solchen Gebäudes.
[NS.01_027,32] Zwischen dem Mittelgange und den beiden Wandgängen laufen zwei Reihen großer Säulen, welche sowohl die Decke wie auch die Dachung des Gebäudes tragen.
[NS.01_027,33] Zuunterst im Gebäude selbst aber sind rings um eine jede solche Säule ebenfalls Ruhebänke angebracht, welche von einem elastisch glänzendroten Stoffe angefertigt sind. Um diese Ruhebänke sind ebenfalls ähnliche Tische angebracht, wie wir sie schon in den Wohnhäusern kennengelernt haben.
[NS.01_027,34] In der Mitte eines solchen Gebäudes zwischen dem Mittelgang und der Hauptsäulenreihe aber sind zwei parallel miteinander bei hundert Klafter lang fortlaufende Tische gestellt, um welche eine große Menge beweglicher Lehnstühle gestellt sind.
[NS.01_027,35] Anstelle der Tische, und zwar zwischen den Säulen, welche den Mittelgang tragen, befindet sich, sooft eine Säule kommt, ein großer Kasten, in welchem die Hauptbücher aufbewahrt sind. – Vor dem Kasten befindet sich auch eine bewegliche, zierlich gearbeitete Staffelei, um mittels derselben zu jedem Fach des Kastens bequem gelangen zu können.
[NS.01_027,36] Ihr müßt euch aber nicht denken, daß diese Kästen etwa aus Holz verfertigt sind, sondern aus einer Art rotem Golde, welches an Glanz alles übertrifft, was ihr nur je Glänzendes geschaut habt. Diese Kästen sind auch überaus zierlich gearbeitet und zwischen den weißen Gangsäulen so wohlgeordnet angebracht, daß sie der Architektur durchaus keinen Eintrag machen.
[NS.01_027,37] Unter den Seitengängen längs der Wand, und zwar zwischen einer jeden Gangsäule, befindet sich ebenfalls wieder ein solcher Kasten aus hochgelbem Golde angefertigt; nur ist ein jeder solcher Kasten gut noch einmal so breit als einer zwischen den Säulen des Mittelganges. Diese Kästen, welche sich um die Wand des ganzen Gebäudes ziehen, sind das Archiv; und in manchem Hauptgebäude gibt es deren über zweitausend, und ein jeder solcher Kasten hat nicht selten bei tausend Fächer, von denen ein jedes manchmal bei zweitausend Bücher faßt. Wenn ihr solches miteinander multipliziert, so dürftet ihr eine ziemlich starke Bibliothek herausbringen; nur sollt ihr euch darunter keine eurer Folianten denken; sondern ein solches Buch besteht im höchsten Fall nur aus zehn Blättern, wobei auf jedem Blatte mehrere allgemeine Bilder vorkommen, ein jedes Bild aber so viel in sich faßt, daß, wenn ihr dasselbe mit eurer Sprache beschreiben wolltet, ihr damit sicher tausend Folianten anfüllen würdet; einen jeden Folianten zu fünftausend Seiten genommen.
[NS.01_027,38] Aus diesem könnet ihr schon einen kleinen Schluß machen, wieviel Weisheit oft in einem solchen Hauptkollegialgebäude steckt. Wenn ihr aber noch dazu annehmen wollt, daß auf einem solchen Sonnengürtel bei fünf Millionen solcher Hauptkollegialgebäude stehen, so möget ihr dann zusammenmultiplizieren, wie viele Folianten Weisheit, nach eurer Schrift gerechnet, in den beiden Gürteln stecken.
[NS.01_027,39] Und dennoch ist alle diese Weisheit nicht ein Tropfen gegen die Weisheit eines einzigen Mannes, der da den Hauptgürtel der Sonne bewohnt. Und diese wieder kaum ein Tropfen zur Weisheit eines obersten Priesters dieses Gürtels, der seine Weisheit schon aus der Liebe schöpft. Und dessen Weisheit selbst wieder ist kaum ein winziger Tropfen nur zur Weisheit des allergeringsten Kindleins Meiner Liebe! – Wo ist dann erst die Weisheit der schon vollendeten Einwohner der Himmel, und wo endlich erst die Meinige?!
[NS.01_027,40] Kurz, lassen wir die Weisheit ruhen in diesen Archiven und beschauen noch ein wenig die übrige Einrichtung dieses Hauptgebäudes.
[NS.01_027,41] Die Decke dieses Gebäudes ist ein dreifaches Gewölbe von großer Festigkeit und hat ebenfalls die glänzende Farbe von lichtrotem Gold. Die Wände selbst sind blau und überaus fein poliert. Von der Decke herab bis zur Hälfte der Höhe des Gebäudes hängen an dicken, weißen Stricken weiße Leuchtkugeln, welche zwar kein eigenes Licht haben, aber durch ihren vielkantigen Schliff und ihre überaus feine Politur brechen sie das von den Fenstern aufgefangene Licht in den mannigfaltigsten Farben und gewähren dadurch dem Innern des Gebäudes einen überaus prachtvollen Anblick.
[NS.01_027,42] Die Gänge sind an den Wänden ebenfalls ununterbrochen fort mit wohlgepolsterten Bänken versehen, damit sich auf denselben die Lustwandelnden wieder erquicken können, wenn sie vom Herumgehen etwas müde geworden sind.
[NS.01_027,43] Das ist sonach die ganze Einrichtung eines solchen Hauptkollegialgebäudes. Nur an der Ecke eines solchen Gebäudes ist noch allenthalben eine kleine Tür angebracht, durch welche man in die Türme gelangen kann.
[NS.01_027,44] Die Türme selbst haben in ihrem Inwendigen gar nichts aufzuweisen als eine bequeme Treppe von einem Turmboden auf den andern. Diese Böden sind darum angebracht, damit bei der Besteigung eines Turmes niemand höhescheu wird. Damit ihr euch aber solches desto leichter versinnlichen könnt, so denkt euch einen nahe bei tausend Klafter hohen Turm, welcher inwendig je von zehn bis zu zehn Klaftern durch einen Querboden etagenförmig abgeteilt ist, wo dann jeder Stock mit dem andern durch eine mit einem Geländer versehene Treppe verbunden ist.
[NS.01_027,45] Denkt euch noch dazu, daß ein solcher viereckiger Turm einen Umfang von vierhundert Klaftern hat, so könnt ihr euch schon von einem solchen Gebäude einen kleinen Begriff machen. – Daß auch jeder Turm für jeden Stock mit wenigstens drei Fenstern versehen ist, versteht sich schon von selbst, indem auch die Wände des Turmes undurchsichtig sind.
[NS.01_027,46] Das ist alles. Nächstens wollen wir noch die übrigen Gebäude ein wenig durchblicken und zugleich auch einen Blick auf den südlichen Gürtel werfen. Und so lassen wir es für heute wieder gut sein!

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